Jan 05 2011

Abgezinste Sparbriefe bieten Anlagesicherheit

Nicht erst seit der weltweiten Wirtschaftskrise sind viele Anleger auf der Suche nach vergleichsweise sicheren Anlagemöglichkeiten. Die verschiedenen Varianten eines Sparbriefes versprechen eine gewisse Sicherheit.

Dass Geldanlagen immer ein gewisses Risiko bergen, das ist nicht erst seit der letzten weltweiten Wirtschaftskrise bekannt. Wie hoch allerdings das Risiko ist, kann im Einzelfalle durchaus sehr unterschiedlich sein. Denn während Spekulationen an der Börse beispielsweise mit einem vergleichsweise hohen Risiko verbunden sind, gilt dies für andere Finanzprodukte, wie unter anderem Sparbriefe nur sehr bedingt. Der Unterschied liegt darin, dass die Börsenwerte von vielerlei sehr unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, die teilweise nur sehr schwer voraussehbar sind. Bei Sparbriefen wiederum spielt die Entwicklung der Börsenkurse keine Rolle, da es sich bei diesen Finanzprodukten um ein so genanntes festverzinsliches Angebot handelt und Sparbriefe nicht an der Börse gehandelt werden. Dies bedeutet, dass bei einem Sparbrief die Verzinsung bereits bei Abschluss des Vertrages für die gesamte Laufzeit festgelegt wird. Dies ist auch der Grund dafür, warum die Sparbriefe nach wie vor als eine sehr sichere Geldanlage gelten. Die Laufzeit der Sparbriefe kann individuell festgelegt werden, beträgt jedoch in der Regel zwischen ­einem und zehn Jahren. Die Mindesteinlage für ein solches Finanzprodukt kann ebenfalls von Finanzdienstleister zu Finanzdienstleister variieren, liegt jedoch in der Regel bei einer Summe von mindestens 2.500 Euro.

Unterschieden wird in der Finanzwelt zwischen insgesamt drei verschiedenen Sparbrief-Varianten. So gibt es beispielsweise Sparbriefe, bei denen die Zinszahlungen jährlich erfolgen. Drüber hinaus gibt es aber auch noch sogenannte auf- und abgezinste Sparbriefe. Bei einem aufgezinsten Sparbrief legt der Käufer eine gewisse Geldsumme an und bekommt diese Summe am Ende der Laufzeit inklusive der angesammelten Zinsen wieder ausgezahlt. Die zweite Variante funktioniert dagegen ähnlich wie die sogenannten Zerobonds. Konkret bedeutet dies, das bei dieser Variante bereits bei Vertragsabschluss sowohl die Zinsen als auch die Zinseszinsen vom Nennwert des Sparbriefes abgezogen werden. Die Zinsen sind also bereits in der Differenz enthalten, die sich zwischen dem Kaufpreis und dem Rückzahlungsbetrag ergibt. Ist die Anlagefrist für diese Art des Sparbriefes abgelaufen, so bekommt der Anleger den Nominalwert des Sparbriefes ausgezahlt. Generell gilt bei dieser Art von Geldanlage: Je höher der Anlagebetrag ist und je länger die Laufzeit des Vertrages, desto höher fällt am Ende der Laufzeit auch die Verzinsung aus.

Allerdings hat ein solcher Sparbrief nicht nur Vorteile, sondern Anleger müssen auch einige Einschränkungen in Kauf nehmen. So können die Sparbriefe beispielsweise nicht an der Börse verkauft werden und auch eine vorzeitige Vertragskündigung ist in der Regel nicht vorgesehen. Will der Kunde trotzdem vorzeitig auf das angesparte Kapital zurückgreifen, so muss er meist eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.